Klang und Poesie im Raum der Stille: "Ins Ungebundene gehet eine Sehnsucht" - Hölderlin in Ostwestfalen

07.07.2017

Im Jahr 1796 unternimmt Friedrich Hölderlin, einer der bedeutendsten deut­schen Dichter, eine Reise nach Ostwestfalen. An seiner Seite: Susette Gon­tard, Gattin eines Frankfurter Bankiers, deren Kinder er unterrichtet und die als Diotima einen wesentlichen Platz in seinem Werk einnehmen wird. Zwischen den beiden beginnt eine dramatische Liebesbeziehung. Was in der bürgerlichen Welt der Börse und der Warenkontore unmöglich zu verwirk­lichen ist, kann in Westfalen aufblühen; es wird die glücklichste und erfüllteste Zeit in Hölderlins Leben. Der literarisch musikalische Abend mit Hölderlin­-Vertonungen von Komponisten des 20.Jahrhunderts wie Hans Pfitzner, Viktor Ullmann, Hanns Eisler u.a. sowie ausgewählten Brieftexten entwirft eine Chronik jener schicksalhaften Begegnung, die sich in Hölderlins Dichtung vielfach widerspiegelt.

Michael Girke: Text und Rezitation, Heidemarie Bhatti-Küppers: Rezitation

Edith Murasova: Mezzosopran, Elena Kaßmann: Klavier