Klang und Poesie: Von Mondschein und Tagträumen

26.09.2018

Der syrische Konzertpianist Gaswan Zerikly kommt für eine Konzertreihe zusammen mit der Sopranistin Ulrike Van Cotthem nach Deutschland. Die beiden Musiker haben ein Programm rund um die berühmte Mondscheinsonate von Beethoven zusammengestellt, das uns zum Träumen und zu einer musikalischen Entdeckungsreise einlädt...

Es scheint geradezu im Naturell dieser 1800/1801 komponierten Klaviersonate zu liegen, die Fantasien der Hörer zu entzünden. In der Literatur und auch in der bildenden Kunst hat sie ihren vielfachen Niederschlag gefunden.

Nachdem die Sonate vorerst „Laubensonate“ genannt wurde, da Beethoven den ersten Satz in einer Laube improvisiert haben soll, erhielt das Werk seinen populären Namen Mondscheinsonate einige Jahre nach Beethovens Tod von dem Musikschriftsteller Ludwig Rellstab, der sich beim Hören des ersten Satzes an eine Bootsfahrt erinnerte.

Schon zu Beethovens Lebzeiten war die Mondscheinsonate eines seiner populärsten Klavierwerke – so beliebt, dass er selbst anmerkte, „doch wahrhaftig Besseres geschrieben“ zu haben. Sie gilt mit ihren formalen Freiheiten und ihrem emotionsbestimmten Stil als wichtiger Vorläufer der musikalischen Romantik.

Die Mondscheinsonate spinnt sich wie ein « roter Faden » durch das Konzert. Jeder einzelne Satz der Sonate ist eingebettet in Stücke aus dem lyrischen Gesangsrepertoire – französische Melodien, Lied, englische Songs und auch Opernarien… - die auf ihre Weise den Charakter der verschiedenen Sonatensätze zum Ausdruck bringen.